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laborium

Aus LabOS wurde laborium

Wer unsere Seite schon länger kennt, hat es vielleicht bemerkt: Unsere offene Forschungsumgebung heißt jetzt laborium. Vorher hieß sie LabOS, davor EcoSphereLab. Namen ändern ist lästig — für uns und für alle, die sich einen gemerkt hatten. Hinter solchen Wechseln steckt auch eine Erfahrung, die uns bei der Namenssuche immer wieder eingeholt hat: Ein passender Name ist noch lange kein Name, den wir auch nutzen können. Deshalb wollen wir erklären, warum wir neu ansetzen mussten und was ein Name bei uns können muss.


Der Weg zum heutigen Namen Drei Stationen auf einer Linie: EcoSphereLab, dann LabOS, dann laborium. Die ersten beiden sind als abgelegte Namen gezeichnet, der dritte als der heutige. EcoSphereLab LabOS laborium heute
Zwei Umbenennungen bis hierher. Schematisch, ohne Datumsangaben.

Ein guter Name kann schon vergeben sein. Wir standen bei unseren Namen mehrfach vor genau diesem Problem: Namen, die für uns gut passten, gab es bereits in gleicher oder ähnlicher Form. Deshalb konnten wir sie für unser Vorhaben nicht nutzen und mussten erneut suchen. Das gehört zur Geschichte unserer Namensfindung genauso wie die Frage, welcher Begriff unsere Arbeit am besten beschreibt.

Rechtlich zählt mehr als die Schreibweise. Auch ähnliche Marken können zum Problem werden, wenn bei gleichen oder ähnlichen Waren oder Dienstleistungen Verwechslungsgefahr besteht. Nicht jede Namensähnlichkeit bedeutet automatisch ein Verbot; entscheidend ist der konkrete Fall. Neben eingetragenen Marken können auch ältere geschäftliche Bezeichnungen geschützt sein. Eine freie Domain oder eine kurze Websuche reichen deshalb nicht aus, um die Nutzbarkeit eines Namens zu klären. Das Deutsche Patent- und Markenamt erklärt, worauf es bei der Recherche ankommt.

Was wir daraus mitnehmen: Die rechtliche Prüfung gehört früh in die Namensfindung. Wenn ein Name schon in einer Website, in Dokumenten und in den Köpfen der Beteiligten steckt, bedeutet ein Wechsel viel Arbeit. Für uns geht es dabei um einen Auftritt, den Menschen eindeutig zuordnen können, und um den Respekt vor bestehenden Rechten. Diese Erfahrung möchten wir auch anderen mitgeben, die gerade ein Projekt aufbauen: Prüft früh, ob ihr euren Wunschnamen für euer Angebot verwenden könnt, und holt bei unklaren Treffern fachkundige Unterstützung dazu.

Bei LabOS kam noch etwas hinzu: „OS“ verspricht ein Betriebssystem. laborium ist aber keins — es ist eine Umgebung, in der man Versuche plant, Geräte und Sensoren anbindet, Messreihen zusammenhält und Ergebnisse so dokumentiert, dass andere sie nachbauen können. Ein Name, der etwas Falsches verspricht, kostet in jedem Gespräch zwei Sätze Korrektur. Das summiert sich.

Warum laborium: Bei uns gibt es inzwischen eine Namensfamilie, und wenn man sie nebeneinander legt, erklärt sie sich selbst: somsorium ist das Ganze, mesorium der Ort zum Austauschen und Veröffentlichen, laborium der Ort zum Forschen. Ein Labor plus die Endung, die bei uns „Ort“ bedeutet. Dazu smolit, der Assistent, und die smolit node, das Gerät, auf dem alles bei dir zu Hause läuft. Vier Bausteine, zwei Namenslinien, keine Abkürzungen, die man erklären muss.

Die Namensfamilie somsorium steht oben für das Ganze. Darunter zwei Linien: die Orte auf „-orium“ mit mesorium zum Austauschen und Veröffentlichen und laborium zum Forschen, und die smolit-Linie mit smolit als Assistent und der smolit node als Gerät. somsorium das Ganze die Orte auf „-orium“ die smolit-Linie mesorium austauschen & veröffentlichen laborium forschen smolit der Assistent smolit node das Gerät
Vier Bausteine, zwei Namenslinien — schematisch.

Was ein Name bei uns können muss, hat sich dabei ganz praktisch sortiert: Man muss ihn aussprechen können, ohne ihn buchstabiert zu bekommen. Er muss zur Familie passen. Er darf nichts versprechen, was das Produkt nicht hält. Und er muss frei sein — juristisch und als Domain. Klingt banal, hat uns aber mehrere Anläufe gekostet.

Ehrlich gesagt: In älteren Dokumenten, Repos und Unterlagen wird euch noch eine Weile der alte Name begegnen. Wir ziehen das Stück für Stück nach — Umbenennen ist bei einem offenen Projekt keine Suchen-und-Ersetzen-Aktion, sondern Arbeit an vielen kleinen Stellen. Auch das gehört zu „öffentlich bauen“: Man sieht die Übergänge.

Wenn du wissen willst, wie es mit laborium weitergeht — im Herbst startet unser Testnetzwerk, und Forschende und Neugierige sind genau die Leute, die wir suchen: Warteliste.